Grußwort

Grußworte

Schirmherrin
Sibylle Keupen
Oberbürgermeisterin
Foto: © Stadt Aachen/Jo Magrean

Liebe Tanzbegeisterte,
liebe Eltern,
liebe Veranstalter*innen!

Der Mensch drückt sich auch und in besonders schöner Weise durch Tanz aus. Tanz ist eine Darstellung und Ausdrucksform, in deren Zentrum die subjektive und ästhetische Inszenierung des Körpers in Raum und Zeit steht.

Dass bereits seit 2015 Kindern und Jugendlichen aus Stadt und StädteRegion durch das Festival „Auf dem Sprung – junger Tanz im Dialog“ eine wundervolle Ausdrucksmöglichkeit gegeben wird, zähle ich zu einem Highlight im Bereich der Kulturellen Bildung in unserer Stadt und in unserer Region.
Die jungen Menschen erproben tänzerische Ausdrucksmöglichkeiten, verknüpfen Tanzstücke oder rituell symbolische tänzerische Ausdrucksformen, schaffen etwas völlig Neues und interpretieren damit auch in einer schöpferischen Weise ihre Lebenswelt.

Dieses Festival zeigt, dass auch in Aachen ein tanzbezogenes breit aufgestelltes kulturelles Bildungsangebot Fuß gefasst hat und seit Jahren einen großen Zuspruch erfährt. Tanzkünstlerische und tanzkulturelle Aktivitäten finden in immer stärkerem Maße Eingang in die individuelle Lebensgestaltung junger Menschen und bleiben prägende Erfahrungen auf dem Weg ihrer kulturellen Sozialisation.

Die Stadt Aachen stellt sehr gerne für dieses faszinierende Festival mit der Mulde des Ludwig Forums einen Ort künstlerischen Erlebens und gemeinsamer Begegnung zur Verfügung, in dem bereits internationale Tanzkompanien im Rahmen des “Schrittmacher-Tanzfestivals“ aufgetreten sind. Das Festival wird in den Mittelpunkt der Scheinwerfer gerückt. Damit verstärken wir zugleich die Qualität dieser Arbeit.

Hierfür danke ich allen Beteiligten, den Kooperationspartner*innen und Förderer*innen, aber insbesondere allen Teilnehmenden an diesem faszinierenden und beeindruckenden Festival: „Auf dem Sprung – junger Tanz im Dialog“.

Ihre
Sibylle Keupen
Oberbürgermeisterin für Aachen

Schirmherr
Dr. Tim Grüttemeier
Städteregionsrat
Foto: © Ralph Sondermann

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des
Tanzfestivals „Auf dem Sprung“,

die enorme Bedeutung schulischer Bildung ist uns durch den mehrfachen digitalen Distanzunterricht im vergangenen Jahr schmerzlich vor Augen geführt worden. Denn Bildung lebt von der direkten Vermittlung, vom persönlichen Austausch. Natürlich ist es wichtig, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen. Doch das ist nicht alles! Man kann zum Beispiel seitenweise französische Vokabeln üben: Wenn man aber einmal einen Monat lang auf einem Schüleraustausch in Frankreich ist und sich dort nicht nur verständigt, sondern eine andere Kultur mit allen Sinnen erlebt, hat das einen weitaus größeren Effekt. Gerade für Jugendliche, die sich persönlich in einer Umbruchphase vom Kind zum Erwachsenen befinden, ist es wichtig, die Erfahrung zu machen: Ich kann selber etwas bewegen und gestalten! Nichts ist dazu besser geeignet als die kulturelle Bildung. Gerade Tanz steht für Austausch und Begegnung! Die Jugendlichen erfahren sich selbst und erproben den unmittelbaren Dialog mit sich und anderen. In diesem Sinne wirkt das Festival „Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog“, für das ich die Schirmherrschaft sehr gerne übernehme.

Das Festival verbindet Vorstellungen, Workshops und Lesungen und steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Identität in einer hybriden Gesellschaft – zusammen leben und zusammen gestalten.“ Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind alle in einem Alter, in dem die Frage nach der eigenen Identität eine zentrale Rolle spielt. Zudem: Es gibt nicht „die Jugendlichen“, ebenso wenig, wie es „die Deutschen“ gibt. Wir alle sind verschieden und unsere Gesellschaft ist so heterogen und vielschichtig wie die Jugendlichen selbst. Aus meiner Sicht gibt uns aber genau das die Kraft, in einen Dialog zu treten, der – sei es sozial, politisch oder schulisch – aus diesem Zusammenspiel der verschiedenen Identitäten seine Potentiale entwickelt. Potentiale, von denen die meisten Kinder und Jugendlichen vor der Teilnahme an dem Festival oftmals nicht wussten, dass sie diese in sich tragen. Denn nun werden sie von Konsumenten zu Akteuren: Sie selbst sind Tänzerinnen und Tänzer – aus Theorie wird Praxis.

Der Verein „CulturBazar“ als Veranstalter ist seit Jahren ein zentraler Akteur kultureller Bildung in Aachen. Das unterstützt die StädteRegion weiterhin tatkräftig. Trotz der Einschränkungen der Corona-Pandemie konnte der pädagogische Teil des Festivals im vergangenen Jahr mit 33 Veranstaltungen rund 1.300 Kinder und Jugendliche erreichen. Auch in diesem Jahr haben wir noch keine Normalität erreicht. Dennoch gehe ich davon aus, dass der Verein wieder Möglichkeiten finden wird, diesen wichtigen Aspekt der Bildung zu den Kindern und Jugendlichen zu bringen. Ich danke den Organisatoren für ihre wertvolle Arbeit. Allen Beteiligten wünsche ich schon jetzt viel Freude und Erfolg bei der tänzerischen Identitätsfindung.

Ihr
Dr. Tim Grüttemeier
Städteregionsrat